"Schwere Unwetter" über Oelsnitz sorgen für Spielabbruch

von Steffen Windisch
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SV Merkur Oelsnitz - SV Tanne Thalheim 4:1 (4:1) Abgebrochen 2. Halbzeit wegen Unwetter

 Merkur Oelsnitz führte gestern in der Landesklasse gegen Tanne Thalheim zur Halbzeit mit 4:1 und dennoch gab es keinen Grund zur Freude. 95 Zuschauer sahen gegen eine äußerst anfällige Gästeabwehr sehenswerte und gut herausgespielte Tore. Gleich dreimal war André Zenner erfolgreich, dazu kam noch ein platzierter Schuss von Ken Kreul. Da waren gerade einmal 22 Minuten gespielt. Nach einer halben Stunde verkürzten die klar unterlegenen Gäste durch einen Kopfball  von Grasse auf 4:1 und waren mit diesem Ergebnis zur Pause noch gut bedient. Doch genau 40 Sekunden nach Wiederanpfiff - so im Spielberichtsbogen - geschah nahezu unglaubliches im Oelsnitzer Elstertalstadion. Der junge Schiedsrichter Thamke (Großbothen) aus dem Leipziger Raum unterbrach die Partie. Er sah die Gesundheit der Spieler gefährdet und schickte diese in die Kabine. "Ein Witz", so ein völlig aufgebrachter Mannschaftsleiter Lutz Hieronimus. Auch langjährige Fußballexperten wie die Trainer Jens Starke und Axel Schröter oder Pressesprecher Thomas Gräf waren konsterniert und fassungslos. Und auch die zahlreichen Gästefans hatten für die voreilige Entscheidung kein Verständnis. Denn es war weder Regen noch Donner zu vernehmen, sondern nur dunkle Wolken und ein leichter und weit entfernter Blitz. Die Regularien, so Thamke auf Nachfrage besagen, dass nach einer halben Stunde der Abbruch erfolgt, sollte sich nichts ändern. Und so kam es auch, nachdem Thalheimer Spieler den Schiedsrichter beeinflussten und der zweite leichte Blitz bei unveränderter Wetterlage am Horizont erschien. Laut Staffelleiter Horst Stein wird das Spiel zu 90 Prozent am Mittwoch, den 6. Juni um 18.30 Uhr neu angesetzt, da Thalheim noch gegen den Abstieg kämpft. Und dann würde es wohl wieder beim Stand von 0:0 losgehen.

Bild: Am Ende stand nicht der dreifache Torschütze André Zenner im Mittelpunkt, sondern der 29-jährige Schiedsrichter Alexander Thamke, der mit einem völlig voreiligen und überzogenen Spielabbruch für Aufsehen sorgte. 

Merkur Oelsnitz - SV Tanne Thalheim

von Steffen Windisch
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Merkur Oelsnitz will am Sonntag, Anstoß 15 Uhr in der Landesklasse im vorletzten Heimspiel der Saison gegen SV Tanne Thalheim seine Heimbilanz verbessern und den zweiten Tabellenplatz festigen. Denn den 25 Auswärtspunkten stehen im Vergleich "nur" 23 Zähler auf heimischen Boden zu Buche. Und die Chancen stehen so schlecht nicht. Zum einen hat sich nach der zweiwöchigen Pause die Ausfallliste verringert und zum anderen gastiert mit Thalheim eine Mannschaft in Oelsnitz, die als Tabellendreizehnter gegen den Abstieg kämpft. Im Hinspiel trennten sich beide Vereine 3:3, wobei Robert Hofmann seinen zweiten Treffer zum Ausgleich erst in der Nachspielzeit erzielte.

Ungefährdeter Sieg beim Letzten

von Steffen Windisch
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SV Großrückerswalde - SV Merkur Oelsnitz 4:7 (2:4)

 Merkur Oelsnitz hat mit seinem sechsten Auswärtssieg in Folge und einem Torfestival beim Schlusslicht SV Großrückerswalde seinen zweiten Tabellenplatz gefestigt. Beim "Tag der offenen Tür" bekamen die Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz von Abwehrfehlern, gelungenen Spielzügen und sehenswerten Toren alles geboten. Bereits nach zwei Minuten erlief Zenner einen Rückpass und vollendete abgeklärt. Gut zehn Minuten später vergaben erst Oehm und Zenner zwei dicke "Bretter" und dann folgte das Geschenk auf der anderen Seite. Einen Rückpass spielte Merkur-Keeper Speri dem Gegner in die Füße, der zum Ausgleich ein netzte. Ein Doppelschlag und zwei schnelle Angriffe brachten durch Schreiner (31.), wobei hier Hädicke mit einem Kopfball der Hauptanteil gehörte und Heydeck (33.) die 3:1-Führung. Der Gastgeber verkürzter mit einem Freistoß, doch Zenner stellte noch vor der Pause den alten Abstand wieder her. Es hätten durchaus noch mehr Treffer fallen können, denn zweimal liefen Merkur-Spieler noch alleine auf den Torhüter zu und scheiterten. Nach dem Seitenwechsel folgte die stärkste Phase der Gäste. Sehenswerte Spielzüge veredelten Nguyen Tan (49.) und Zenner (52.) mit seinem 10. Saisontor. Das siebente Tor war ein Kopfball von Persigehl im Anschluss an einer Ecke. Danach zog wieder etwas der Schlendrian ein. Anstatt konsequent so weiterzuspielen, wurde öfters zum Leidwesen der Trainer Starke und Schröter der schwierigere statt der einfache Ball gespielt. Bemerkenswert: Großrückerswalde, das nach einem einjährigen Gastspiel wieder in die Erzgebirgsliga zurück kehren wird, spielte weiter mutig nach vorn und belohnte sich noch mit einem weiteren Treffer.

Bild: André Zenner war mit drei Treffern maßgeblich beteiligt am Sieg in Großrückerswalde.

Gelingt beim Tabellenletzten der sechste Auswärtssieg in Folge?

von Steffen Windisch
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Merkur Oelsnitz fährt am Sonntag als Tabellenzweiter nach Großrückerswalde und konnte in der Rückrunde alle fünf Auswärtsspiele für sich entscheiden. Doch auch wenn der Gastgeber abgeschlagen am Tabellenende steht und mit neun Punkten Rückstand auf den ersten offiziellen Nichtabstiegsplatz kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt besteht, ist Vorsicht geboten. Denn mit einer Leistung wie letzte Woche bei der 1:4-Niederlage gegen Lichtenstein dürfte selbst ein Punktgewinn schwer werden. Die Luft ist raus, war am vergangenen Sonntag öfters unter den Zuschauern zu hören, doch davon wollen die ehrgeizigen Trainer Jens Starke und Axel Schröter nichts hören. "Wir wollen die bestmögliche Platzierung und das was wir uns in den vergangenen Wochen aufgebaut haben, nicht in den letzten Spielen wieder einreißen", so der Tenor von Co-Trainer Axel Schröter. Die personelle Situation wird sich nur wenig verbessern. Auch diesmal werden wieder einige Stammspieler fehlen, darunter mit Robert Hofmann (20 Tore) der beste Torschütze. Anstoß auf dem Kunstrasenplatz in Großrückerswalde bei Marienberg ist 15 Uhr.

 

 

Kein guter Tag für Merkur

von Steffen Windisch
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SV Merkur Oelsnitz - SSV Fortschritt Lichtenstein 1:4 (1:0)

 

Merkur Oelsnitz war gestern in der Landesklasse bei der 1:4-Heimniederlage gegen Aufsteiger Fortschritt Lichtenstein chancenlos, hat aber dennoch den zweiten Tabellenplatz verteidigt, da die Verfolger ebenfalls patzen. Es war die zweite Niederlage im zehnten Rückrundenspiel. Das Fehlen von fünf Stammspieler - sogar Michael Müller musste reaktiviert werden - konnte das Team von Trainer Jens Starke zu keiner Zeit kompensieren. Die Gäste, die dringend Punkte gegen den Abstieg benötigten, gingen mit dem ersten Angriff früh in Führung (6.) und hatten danach leichtes Spiel. Die Rand-Zwickauer wirkten zweikampstärker, entschlossener und wollten offensichtlich von Anfang an die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Merkur leistete sich dagegen in allen Mannschaftsteilen Fehler und kam nur selten in den gegnerischen Strafraum und zu Chancen. Nach dem Seitenwechsel entschied nach knapp einer Stunde ein Doppelschlag die Partie. Zunächst schloss der füllige Sebastian Doro, im Nachwuchs der TSG Hoffenheim ausgebildet und danach auch kurze Zeit beim FSV Zwickau aktiv, einen schnellen Angriff überlegt ab. Und nur eine Minute später erhöhte  Rico Bär (59.) mit seinem 20. Saisontreffer fast auf die gleiche Art und Weise. Nach einem kapitalen Fehler vom Lichtensteiner Torwart Müller, der einen harmlosen Ball fallen ließ und danach André Zenner von den Beinen holte, verwandelte Nguyen Tan (63.) den Strafstoß sicher. Der Gästesieg geriet aber nie in Gefahr, im Gegenteil, Erik Kasper erzielte noch das vierte Tor. Die Lichtensteiner hätten mit einer mittelmäßigen Leistung am Ende sogar noch mehr Tore erzielen können. Einzig Keeper Patrick Speri verhinderte mit drei Paraden eine höhere Niederlage. Das ungute Gefühl von Axel Schröter hat sich nach dem Spiel bewahrheitet. "Man kann mal ein Spiel verlieren, nur die Art und Weise heute gefiel mir nicht", so Merkurs Co-Trainer.

 

Oelsnitz: Speri, Penzel (63. Müller), Persigehl, Hinte,  Zenner, Hädicke (46. Oehm), Kreul (75. Wunderlich), Steinel, Merkel, Schreiner, Nguyen Tan.

 Tore: 0:1 Oertel (6.), 0:2 Doro (58.), 0:3 Bär (59.), 1:3 Nguyen Tan (FE/63.), 1:4 Kasper (80.).

 Zuschauer:111

 Bild: Auch der zur Pause eingewechselte Dominik Oehm, er spielte bereits am Vortag in der Zweiten, hatte einen schweren Stand.

Merkur erwartet Aufsteiger Lichtenstein

von Steffen Windisch
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Merkur Oelsnitz möchte am Sonntag,  Anstoß 15 Uhr mit einem Heimsieg gegen Aufsteiger SSV Fortschritt Lichtenstein seinen zweiten Platz in der Landesklasse behaupten und die Erfolgsserie fortsetzen. Da der Gegner aus dem Zwickauer Land als Viertletzter mit 18 Punkten weniger als Merkur anreist, erübrigt sich die Frage nach der Favoritenrolle. Zudem sind die Gäste das zweitschwächste Auswärtsteam und konnten von 12 Partien nur eines siegreich gestalten. Allerdings muss Trainer Jens Starke nach Marcel Schuch auch auf seinen zweiten Torjäger verzichten. Robert Hofmann, mit 20 Treffern Führender in der Torschützenliste, zog sich vergangene Woche in Chemnitz eine Zerrung zu und fällt einige Wochen aus. Beim 2:1-Hinspielsieg trafen Hofmann und Merkel. Die Lichtensteiner haben mit 66 die meisten Gegentreffer kassiert, aber mit 50 auch nur ein Tor weniger erzielt als Merkur. In  Bär (19 Tore) besitzen sie ebenfalls einen Spieler, der letzte Woche beim 2:0 gegen Gelenau doppelt traf und weiß wo das Tor steht.