Irres Spiel in Rabenstein - "Hofe" wird Torschützenkönig

von Steffen Windisch
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SG Handwerk Rabenstein - SV Merkur Oelsnitz  6:6 (5:4)

 Tore Merkur: alle Robert Hofmann

 Ein verrücktes Fußballspiel sahen die Zuschauer am gestrigen Samstag im Sportpark Rabenstein. Oelsnitz musste auf einige wichtige Stammkräfte verzichten und ging nach 30 Sekunden in Führung. Hinte schickte Hofmann auf die Reise und der überwand den Keeper mit einem Heber. Doch die spielstarken Gastgeber ließen sich nur kurz beeindrucken und drehten das Spiel mit einer 3:1-Führung bis zur 24. Minute. Bis zur Pause ging das muntere Scheibenschießen weiter. Immer wenn Hofmann den Anschlusstreffer erzielte, stellte der Gastgeber den alten Abstand wieder her. Und dazwischen gab es auch eine Phase, da musste man das schlimmste befürchten, denn die Chemnitzer trafen zweimal die Latte und Torwart Hädicke, der lange nicht mehr im Tor stand und zuletzt als Feldspieler und Torschütze auf sich aufmerksam machte, hielt zweimal stark. Hofmanns vierter Treffer vor der Pause hielt die Gäste, die mit einer beeindruckenden Moral bei schwülen Temperaturen aufwarteten, im Spiel. Nach dem Seitenwechsel wurde es zunächst etwas ruhiger auf dem Platz. Zumindest bis zur 60. Minute. Hatte "Hofe" bis dahin alle Tore aus dem Feld heraus erzielt, so traf er jetzt "nur" noch vom Elfmeterpunkt. Erst wurde Röhling von den Beinen geholt und danach Baumann. Da der siebente Treffer nicht fiel - Hofe wurde im letzten Moment gestoppt, Steinel traf das Lattenkreuz und der eingewechselte Niemann scheiterte zweimal in aussichtsreicher Position, begann das große Zittern. Mit einem Sieg hätte Merkur die Saison auf Platz zwei beendet. Doch just in dem Moment, als der kopfballstarke Hinte neben dem Tor behandelt wurde, fiel nach einer Ecke per Kopf der Ausgleich (89.). Der Ärger hielt sich aber in Grenzen, denn das Remis war am Ende für beide Mannschaften gerecht und verdient, und Oelsnitz hat  mit Rang drei eine überragende Saison gespielt. Und dann gab es noch die Geschichte die nur der Fußball schreibt. Florian Rüger von Fortuna Chemnitz lag mit 24 Toren vor dem Spieltag zwei vor unseren Torjäger. Rüger traf  beim 4:0 dreimal beim Meister in Olbernhau und es hat nicht gereicht. Hofmann wurde mit 28 Toren zum dritten mal Torschützenkönig auf Landesebene und die Geschichte wiederholt sich. "Einmal habe ich am letzten Spieltag fünf Tore gebraucht und gemacht, diesmal war es eins mehr", so der Stürmer, dessen Leistung man gar nicht hoch genug würdigen kann, denn in sieben oder acht Partien von 30 Spieltagen stand er gar nicht auf dem Platz.

Saisonfinale in Rabenstein

von Steffen Windisch
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Am Samstag reist unsere Mannschaft zur SG Handwerk Rabenstein und bestreitet 15 Uhr ihr letztes Saisonspiel. Bei einem Sieg wäre der zweite Tabellenplatz gesichert, bei einer Niederlage würde der Gastgeber mit dem dann deutlich besseren Torverhältnis vorbeiziehen. So oder so, Merkur spielt eine herausragende Saison und das trotz einiger Nackenschläge. Erinnert sei nur an die schwere Schulterverletzung vom letztjährigen Torschützenkönig Marcel Schuch. Dazu kam letzte Woche die Verletzung von André Zenner und auch Robert Hofmann, mit 22 Treffern unser bester Schütze, musste einige Spiele pausieren. Nach Platz drei und eins in der Vogtlandliga, folgte der siebente Rang in der Landesklasse im vergangenen Jahr und diesmal mindesten Platz vier. Eine beeindruckende und kontinuierliche Entwicklung und ein großer Verdienst der beiden Trainer Jens Starke und Axel Schröter. Inzwischen haben auch die Planungen für die neue Spielzeit begonnen. Jens Starke wird in seine fünfte Merkur-Saison als Chef-Trainer gehen, allerdings ohne seinen Kumpel und langjährigen Wegbegleiter Axel Schröter. Der Co-Trainer braucht nach eigener Aussage nach Jahrzehnten als Spieler und Coach eine Auszeit. Im Spielerkader wird es dagegen keine gravierenden Änderungen geben. Merkur wird den eingeschlagenen Weg fortsetzen und jungen und vor allem eigenen Nachwuchsspielern eine Chance geben. Durch den Aufstieg der zweiten Mannschaft  ist auch das Leistungsgefälle kleiner geworden und Nachwuchsspieler haben dadurch eher die Möglichkeit sich mit guten Leistungen für die "Erste" anzubieten.

Letzter Heimsieg mit Wermutstropfen

von Steffen Windisch
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SV Merkur Oelsnitz - BSV Gelenau 3:0 (0:0)

 Tore: 1:0, 3:0 Hofmann (29./75.), 2:0 Hädicke (56.)

 Unsere Mannschaft hat sich am vorletzten Spieltag in der Landesklasse mit einem 3:0-Erfolg gegen den BSV Gelenau den zweiten Tabellenplatz zurückerobert und wird sich nach Platz sieben in der Vorsaison im Endklassement deutlich verbessern. Selbst bei einer Niederlage am kommenden Samstag in Rabenstein wäre es im ungünstigsten Fall der vierte Platz. Gegen Gelenau fand Merkur schwer ins Spiel und man merkte dem Team an, dass es das dritte Spiel innerhalb einer Woche bei diesen schwülen Temperaturen war. "Die Gäste waren in der ersten Hälfte einen Tick besser", so Trainer Jens Starke. Vier Minuten nach Wiederanpfiff gelang Robert Hofmann die Führung. Steve Hädicke gelang danach das 2:0. Es war nach mehreren Versuchen sein langersehnter erster Treffer in der ersten Mannschaft. Robert Hofmann mit seinem 22. Saisontor band den Sack zu. Nach einer Roten Karte für Gelenau hätten es am Ende noch zwei Tore mehr sein können. Doch das interessierte am Ende keinen mehr. Viel schlimmer wiegte die schwere Verletzung von André Zenner nach 53 Minuten. Trainer Jens Starke: Er ist nach einem Luftzweikampf unglücklich aufgekommen und hat sich den Innenknöchel gebrochen. Auch ich hatte dies zu meiner aktiven Zeit erlebt. Eigentlich bei Fußballern eher selten." Wünschen wir unserem André, der am Montag in Adorf operiert werden soll, von dieser Stelle aus nur das Beste und vor allem eine schnelle Genesung.

 Bild: Steve Hädicke (links) freut sich gemeinsam mit Willi Schreiner über sein erstes Tor.

Merkur holt sich die drei Punkte zurück

von Steffen Windisch
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SV Merkur Oelsnitz - SV Tanne Thalheim 4:2 (2:2)

 Tore: 0:1 Grasse (9.), 1:1 Schreiner (29.), 1:2 Nitzsche (35.), 2:2 Oehm (40.),

          3:2 Schreiner (58.), 4:2 Baumann (86.).

 Merkur hat das Wiederholungsspiel gegen Tanne Thalheim gewonnen, aber es war wie erwartet ein ganz anderes Spiel als vor 10 Tagen. Die Gäste wirkten bissiger, viel  lauffreudiger und gingen zweimal in Führung. Doch Merkur konnte noch vor der Halbzeit jeweils den Ausgleich erzielen. Dominic Oehm zirkelte in einem seiner besten Spiele seit langer Zeit einen Freistoß an den Pfosten und Willi Schreiner reagierte am schnellsten und verwandelte sicher. Davor verhinderte allerdings Keeper Daniel Thoß mit einer starken Paraden bei einem Kopfball aus kurzer Distanz das 0:2. Das 2:2, ein Schlenzer von Oehm ins lange Eck, war schon allein das Eintrittsgeld wert. Die Führung für Merkur nach knapp einer Stunde war  sehenswert herausgespielt und überlegt von Schreiner vollendet. Thalheim ließ aber nicht locker und war immer durch seine beiden schnellen Stürmer gefährlich. Abwehrchef Ricardo Persigehl und seine Mannen hatten einige brenzlige Situationen zu überstehen. Die Entscheidung fiel vier Minuten vor Schluss. Steve Hädicke bediente mit einem genialen Pass André Zenner und der dreifache Torschütze vom abgebrochenen Spiel leitete den Ball uneigennützig weiter zum eingewechselten Sven Baumann. Die Erleichterung war Jens Starke danach anzusehen. "Hut ab, was die Jungs heute nochmal rausgehauen haben", so der Trainer.

Bild: Der zweifache Torschütze Willi Schreiner (vorn) und Dominic Oehm (links) hatten großen Anteil am Merkur-Sieg.

Gutes Spiel, aber keine Punkte in Olbernhau

von Steffen Windisch
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SV Olbernhau - SV Merkur Oelsnitz 4:1 (1:0)

 Unsere Mannschaft unterlag beim Spitzenreiter SV Olbernhau mit 1:4 und wurde unter Wert geschlagen. Denn die Leistung war trotz 75 Minuten Unterzahl aller Ehren wert. In der an Höhepunkten armen ersten Hälfte begann alles mit der Roten Karte für Rico Steinel nach 15 Minuten und einer Notbremse. Ein Olbernhauer Spieler lief frei durch und wurde kurz vor dem Strafraum am Trikot fest gehalten. Vier Minuten später ging der Gastgeber in Führung. Nach einem weiten und abgewehrten Einwurf, stand Domke bei einem verunglückten Schuss goldrichtig und lenkte den Ball mit dem Kopf ins entlegene Eck. Die dritte nennenswerte Szene war ein Schussversuch von Dominic Oehm, der gerade noch geblockt wurde. Hier wäre schon der Ausgleich möglich gewesen. Der fiel dann zwei Minuten nach Wiederanpfiff durch einen Bilderbuch-Angriff über Willi Schreiner und Oehm. Ricardo Persigehl stand am Ende der Kombination völlig blank und verwandelte eiskalt. Doch die starke kämpferische Leistung der gesamten Mannschaft wurde nicht belohnt. In der Freude über den Ausgleich wurde man hinten nachlässig und Schuster kam gleich zweimal frei zum Schuss. Beim ersten Versuch verzog er noch, aber drei Minuten später hämmerte er den Ball in die Maschen (53.). Die Gäste gaben aber nicht auf und drängten auf den erneuten Ausgleich. Die nicht sattelfeste Olbernhauer Hintermannschaft hatte Probleme und Glück, dass André Zenner am Keeper scheiterte. Merkur hielt das Spiel lange offen und musste sich erst durch zwei weitere Treffer in den letzten acht Minuten geschlagen geben. Am kommenden Mittwoch (19 Uhr) erfolgt die Nachholpartie gegen Tanne Thalheim. Und Jens Starke hat seine Mannschaft schon darauf eingeschworen: "Es wird gewiss kein einfaches Spiel", so der Trainer, wohl wissend, dass das abgebrochene Spiel vor einer Woche beim Stand von 4:1 für Oelsnitz kein Maßstab mehr ist.

Merkur vorerst zum letzten mal nach Olbernhau

von Steffen Windisch
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Merkur Oelsnitz reist am Sonntag in der Landesklasse zum souveränen Tabellenführer SV Olbernhau und strebt als Minimalziel einen Punkt an. Im Hinspiel kassierten die Sperken mit 0:6 die bisher höchste Niederlage, doch der schon länger feststehende Aufsteiger in die Landesliga schwächelt seit einigen Monaten und verlor letzte Woche mit 2:1 in Gelenau. Eigentlich würde der Spitzenreiter den Tabellenzweiten empfangen, wäre da nicht letzten Sonntag der merkwürdige und übereilte Spielabbruch gewesen. Der unerfahrene 29-jährige Schiedsrichter Thamke schickte beide Mannschaften in die Kabine und pfiff nicht wieder an. Dass die Thalheimer Akteure bei klarer Unterlegenheit und einem 1:4-Rückstand den Abbruch herbei sehnten, kann man aus ihrer Sicht nachvollziehen, aber eine Gefahr für Spieler und Zuschauer bestand bei der Wetterlage noch lange nicht. Die Leidtragenden sind am Ende beide Vereine, denen eine englische Woche bevor steht. Die Partie wird am kommenden Mittwoch, 19 Uhr nachgeholt. Es war aber nicht der einzige Ärger um das Schiedsrichtergespann. Der Sächsische Fußball Verband und speziell deren Schiedsrichteransetzer muss sich fragen, ob es Sinn macht, Schiedsrichter aus dem Raum Leipzig nach Oelsnitz zu beordern. Die für diese Spielklasse überdurchschnittlich hohen Fahrkosten plus die ohnehin fällige Pauschale haben die Zuschauereinnahmen fast komplett "aufgefressen". Damit braucht sich beim Verband auch niemand wundern, wenn einige Mannschaften aus der Vogtlandliga auf ihr Aufstiegsrecht verzichten.